1996 - 2022 herausgegeben von Dr. iur. Paul Tiedemann |
0. Gewissensfreiheit allgemein
0.2 Theologische Literatur
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Der Autor erörtert den Begriff des Gewissens von einem evangelischen Standpunkt.
Das Gewissen ist kein Organ, sondern Inbegriff eines Wissens um sich selbst. Der Mensch hat nicht Gewissen, er ist Gewissen. Das Gewissen ist keine Instanz, sondern eine im Menschen zu sich selbst gesetzte Distanz. "Der Mensch erfährt sich als einen, der mit sich selbst nicht identisch ist, aber wesenhaft gefragt ist nach seiner Identität mit sich selbst." (S. 154) Sich mit seinen vollzogenen Taten zu identifizieren, heißt sie verantworten. Ebenso heißt verantworten, sich mit seinen zukünftigen Taten, d.h. mit seinen Entscheidungen zu identifizieren. (S. 155) [pt]